macht diesmal nicht der Mai 😉

Indy und Spice sind umgezogen, clickt mal hier

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Diese Worte schreibe ich jetzt hauptsächlich, um das eben Erlebte zu verarbeiten…

Dies ist einer jener Samstage, an denen ich am wirklichen Leben teilnehmen konnte. Einer jener Samstage, an denen alle Obedience-Prüfungen ausgebucht sind, kein Seminar stattfindet und kein sonstiger Clicker-, Hunde-, Züchter-, oder Familientreff ansteht und man stundenlang irgendwo in der Sonne relaxt, mal ein wenig mit seinem Hund arbeitet und viel Zeit beim Autofahren verbringt *seufz* Nichtmal in der Arbeit wurde ich gebraucht. Schön wärs gewesen…

Also habe ich heute Dinge getan, die normale Leute an normalen Samstagen vermutlich so tun. Wirklich mitreden kann ich da ja nicht und ich glaube ich muss diesen Samstag im Kalender vermerken. Es kann gut sein, dass es der Letzte seiner Art für dieses Jahr war.
Auf dem Programm stand also Wohnungsputz, Hunde bürsten, wieder Wohnungsputz, dann ein wenig durchs nachmittägliche Assi-Fernsehprogramm zappen und der geplante IKEA-Besuch fiel aufgrund einer Meinungsverschiedenheit zwischen Oli und mir dann aus. 
IKEA wird mich dann aber nächste Woche als Kundin sehen, denn ich muss dringend meine Clickerkiste neu bestücken. Nicht dass sie das nötig hätte, aber die Prinzessinnen kennen das Zeug schon auswendig und momentan fällt mir nichts neues mit vorhandenem Material ein.

Zur Krönung entschied ich mich dann vorhin, noch schnell mein Auto zu waschen. Da das neue Auto drecktechnisch eine sehr ungünstige Farbe hat und ja nunmal doch noch neu ist, konnte ich mich überwinden. Naja… auch der Fliegenfriedhof auf Motorhaube und Windschutzscheibe hat eine Rolle gespielt, aber auch nur weil das Auto noch recht neu ist.

Also bin ich losgedüst Richtung SB-Waschanlage, wo ich Stammkunde bin seit ich bei meinem ersten und letzten Besuch einer automatischen Waschanlage traumatisiert wurde, was aber eine andere Geschichte ist. 
Irgendwie hatte ich zu dem Zeitpunkt schon vergessen, dass wir Samstag nachmittag haben. Doch das Publikum am Waschplatz holte mich auf den Boden der Realität zurück. Lauter Macker in den Kutschen ihrer Väter und jeder mit einer gestylten Tussi auf… ääh neben der Motorhaube, die sie kichernd bejubelten. Alle Waschplätze belegt, also bin ich erst zum Staubsauger gerollt, um dann Waschmarken zu holen. Ich war natürlich im Gegensatz zu den Tussis absolut ungestylt, im ‚Nature-Look‘ sozusagen. Aber irgendwie erschien mir trotz allem mein Outfit zum Autowaschen passender. Die Tussis und Kerle haben natürlich blöd geguckt und in solchen Momenten bemühe ich mich immer, ihnen meinen Rücken zu präsentieren. Denn da steht dann weiß auf grün ‚Hundesportverein‘ drauf, was für viele sicher mein Erscheinen erklärt. 

Nachdem mich alle Single-Typen abgecheckt haben und offensichtlich nicht brauchbar für einen Flirtversuch halten, kann ich in Ruhe mein Auto aussaugen. Glück hatte ich, dass direkt nach dem Saugen ein Waschplatz für mein Autolein frei war. Also schnell rein, nebenan vergnügen sich immer noch der Typ und seine Freundin, die schon da waren und am Auto geschrubbt haben, als ich überhaupt erstmal zum Saugen gefahren bin. Ständig sehe ich sie auf sein Kommando hin- und herflitzen und von irgendwoher mit neuen Waschutensilien ankommen. Unglaublich, was man alles zum Autowaschen brauchen kann. Ich nehme das vorhandene Material, also die Sprühpistole für die Hochdruckreinigung und den Schwamm wo automatisch Schaum rauskommt wenn man das Programm wählt. Echt praktisch, ich kann nur den Kopf schütteln über den Typ und die Schnecke in der Kabine nebenan, die ständig kichern und anscheinend einen Höllenspass haben… Natürlich beim Autowaschen! 

Zum Schluss reichen meine Wertmarken sogar noch für eine Runde Heisswachs, der mich hoffentlich davor bewahrt, dass ich das allzu schnell wieder erleben muss. Als ich den Waschplatz verlasse sind der Typ und die Tussi immer noch glücklich beim Autowaschen, die gerade mal volljährigen Jungs prolen mit den Autos ihrer Daddies und die Single-Typen checken die ankommenden Frauen. Ich schätze, das läuft da jeden Samstag so ab.

Und da ich noch nicht genug habe, gehe ich noch in den Supermarkt direkt gegenüber. So wie ich das mitbekommen habe, macht man ja Samstags den Einkauf für die ganze Woche und kauft noch lauter Sachen, die man am Sonntag brauchen und die man dann ja nicht kaufen könnte weil die Geschäfte geschlossen sind. Ich mache da aber nicht mit, sammel nur eben die Sachen, die wir brauchen zusammen, schau mir noch ein paar Muttis mit ihren verwöhnten und antiautoritär erzogenen Kids an und gehe dann schnell zur Kasse. Da steht natürlich ein Pärchen mit ihrem Sohnemann vor mir (sicher ein Kevin oder Justin), der munter Sachen auf das Band packt, die er unterwegs eingesammelt. Bis sie das bemerken sind schon einige Sachen in der Einkaufstasche gelandet, die jetzt erstmal wieder rausgezogen und überprüft werden müssen, wer sie eingepackt hat. ‚Schaaaatz, hast Du die teure Lindt-Schokolade eingepackt?‘ Schatz war es natürlich nicht, sondern der kleine Kevin-Justin, der die teure Schokolade die ich mir nie kaufe, dann auch behalten darf.

Endlich bin dann auch ich an der Reihe, meine zwei Milchpäckchen, den Käse, Joghurt, Salat und die Chipstüte (die ich mir gönne, weil ich den Tag überlebt habe) zu bezahlen und endlich kann ich nach Hause fahren.

Ich kann es kaum fassen, aber jetzt ist es tatsächlich schon ein Jahr her, dass Spice in mein Leben trat.

Vor einem Jahr bekam ich eine Nachricht von Susi, mit einem Bild von 5 Welpen. Nur eine Hündin… – MEINE Hündin.
Ich war so glücklich, so überglücklich, eine Brianna-Tochter zu bekommen, dieser Hund verkörpert für mich den perfekten Border Collie.

Ich habe Spice von Anfang an aufwachsen gesehen, konnte ihre Entwicklung begleiten und ihre Familie regelmäßig besuchen und war mit jedem Mal faszinierter von Susis Hunden. Danke, liebe Susi, dass Du mir das alles ermöglicht hast! Ich könnte mir keine bessere, liebevollere und perfektere ‚Mama‘ für mein Puppy wünschen als Dich!

Spice erfüllt jeden Wunsch, jede Eigenschaft, an die ich auch nur ganz kurz gedacht hatte, wie sie wohl sein könnte … wie ich sie gerne hätte.
Ich will nicht sagen, sie wäre für mich gemacht, das wäre vermessen. Wir haben uns gefunden und ich bin glücklich, dass ich sie in ihrem Leben begleiten darf. 

Manchmal muss ich in der Arbeit grinsen, einfach so – wenn ich daran denke, wie sie mich erwartet, wenn ich abends nach Hause komme. Wie sie dann lacht und in mein Ohr pustet. Ich kann manchmal meinen Blick nicht von ihr wenden, wenn sie beim Spaziergang vor mir herläuft oder wenn sie neben mir liegt und schläft. Spice ist überhaupt immer da, wo ich bin. Das war vom ersten Tag an so. Ich erinnere mich noch an den ersten Abend, nachdem ich sie abgeholt hatte. Da lag sie auf meinen Füßen und schlief und ich habe mich nicht getraut, mich zu bewegen, weil ich sie nicht wecken wollte.

Auch jetzt liegt sie wieder neben mir und wäre sofort wach, wenn ich nur den Stuhl verrücken würde. Bereit überall mit mir hinzugehen. 
Wenn ich in die Arbeit gehe, schaut sie enttäuscht und scheint zu sagen ’na gut, aber nur bis heute abend – ich warte genau hier auf dich‘. 

Jetzt ist es übrigens 22.50 und Spice ist nun wirklich ein ganzes Jahr alt.

Sie hat so viele Qualitäten, von denen einige eigentlich alltäglich, aber nicht selbstverständlich sind. 
Ich habe jetzt bewusst nichts dazu geschrieben, wie toll sie arbeitet, weil es das gar nicht ist, was mich mit ihr so glücklich macht. Ich wusste, dass ich einen guten Hund bekomme, mit viel Potential. Aber die Arbeit und später auch die Prüfungen, das ist nur der kleinste Teil unseres Lebens und sie darauf zu reduzieren wäre unfair. 

Es ist ihre furchtbar liebevolle Art, ihre Offenheit, ihre Sensibilität – ihr ganzes Wesen und ihre Ausstrahlung, die sie so faszinierend machen. 

Manche ertappe ich mich dabei, dass ich Angst habe, ihr könnte etwas passieren. Ich werde immer mein Bestes geben, dass es ihr gut geht. Aber manchmal ist auch das Beste nicht genug, was leider Luca, Luisa und Federica erfahren mussten, als Lupin verunglückte…
 

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Ich bin gespannt, was die Zukunft für uns bereit hält und freue mich auf jeden weiteren Tag, den ich mit Spice verbringen kann. Auf jeden weiteren Tag, an dem sie mich zum Lachen bringt, an dem sie morgens zu mir ins Bett kriecht, an dem sie mir nicht von der Seite weicht.

… die Prüfungen, die sich nicht nur gut anfühlen, sondern auch punktemäßig glänzen.

Indy war am Sonntag einfach toll, hat konzentriert gearbeitet, Spaß gehabt und trotz einer Nullrunde bei der Geruchsidentifizierung fast das ‚V‘ geschafft.

253,5 Punkte und der 2.Platz in Klasse 3 – ich schwebe immer noch auf Wolke 7, weil es sooooo schön war.

Platz 1 ging an Sabine Witfeld mit ihrem Scotty, der zwei Tage hintereinander toll gearbeitet und verdient gewonnen hat. Und ein bißchen verliebt war Indy auch in Scotty, nur konnte ich sie nicht kurz vor den Gruppenübungen ihre Flirtversuche ausleben lassen 😉

Da ich heute ein bißchen mehr Zeit habe, gibt es noch einen Nachtrag zur IHA.

Ich habe mich nämlich nicht nur gefreut Susi wieder zu sehen, sondern natürlich auch das Reisener Rudel. Dabei waren Gwen, Brianna, Seven und der Profi. Nicht zu vergessen Werner und Luzia.

Spice war ganz aus dem Häuschen, sie alle wieder zu treffen und Gwenny hätte sogar gerne ein bißchen mit ihr gespielt. Brianna und der Profi waren der Meinung, dass Spicy ganz sicher nicht wieder bei ihnen einziehen würde.

Da Susi bei der Obedience-Vorführung dabei war, war schon länger ausgemacht, dass wir (ja eigentlich Oli) Brianna in der Offenen Klasse ausstellen sollten, wenn es sich zeitlich überschneiden würde. 
Und da ich ja allein unterwegs war, durfte ich das machen. Brianna hat ihre Sache ganz toll gemacht, hat sich fast von allein schön hingestellt und ist toll gelaufen. Man hat ihr aber auch deutlich angemerkt, dass sie viel lieber was anderes gemacht hätte – ist halt keine wirkliche Aufgabe für einen arbeitsverrückten Border Collie 🙂

Ich bin nach Samstag noch ein bißchen glücklicher, ein Kind von diesem fantastischen Hund zu haben. Ich hätte mir keine bessere Mutter für mein Puppy wünschen können und ich bin froh, dass Spice viele von Briannas Qualitäten mitbekommen hat. 

Auch der Profi hat sich toll entwickelt und er gefällt mir außerordentlich gut! Damals war er der ruhigste von den Welpen, hat immer den anderen den Vortritt gelassen und lieber von außen beobachtet. Jetzt ist er total spritzig, aufmerksam und sowieso total liebenswert – nicht zu vergessen richtig hübsch!

Leider habe ich keinen Fotoapparat dabei gehabt, so ein Familienbild wäre schön gewesen, aber nächstes Mal werd ich dran denken!

Freue mich schon auf den 28.03., wenn wir uns alle wiedersehen 🙂

Dieses Wochenende war es also soweit, Spice durfte (musste/sollte 😉 ) das erste Mal Ausstellungsluft schnuppern. 
Geplant war eigentlich, dass Oli sie ausstellt. Ich habe da so ziemlich null Ahnung von und daher erschien mir das sinnvoller. Da wir aber leider niemanden hatten, der auf den Rest des Rudels aufpasst, haben wir uns entschlossen, dass nur ich fahre. Ich wollte ja schließlich shoppen und mich mit Susi treffen. 

Puppy und ich sind also schon Freitag nachmittag (nach 20 minütiger Einweisung von Oli, wie ich sie hinstellen und präsentieren muss) Richtung München aufgebrochen. Wir wollten es gleich ausnutzen und Iris und Milly besuchen. Nach ewiger Sucherei haben wir dann auch die Tierarzt-WG gefunden und Spicy hat sich gleich zu Hause gefühlt. 3 Zimmer und in jedem ein nettes Mädel, Betten, Spielies und viel zu entdecken. Sie hat ungefähr alle 2 Minuten ein neues Spielzeug angeschleppt und wenn sie mal nicht bei uns im Zimmer war, hat man aus einem der anderen Räume lautes Jauchzen gehört, weil sie irgendjemand auf den Schoß gesprungen war 😉

Wir haben dann noch ausgiebig getrickst und geshaped und Spicy wurde irgendwie gar nicht müde. Wie es halt immer so ist, sind wir natürlich erst spät ins Bett gegangen und ich war froh, dass ich am nächsten Morgen nicht so früh rausmusste.

Was mich am Samstag erwarten würde, davon hatte ich so gar keine Vorstellung. Ich dachte, Spice wäre ziemlich beeindruckt von so vielen Menschen, Hunden, der Halle, der Enge, den dunklen Gängen und der Lautstärke. Und was macht das kleine Puppy? Spaziert rum, als wäre sie noch nie irgendwo anders unterwegs gewesen. Ich war wirklich beeindruckt! Sie war absolut cool und hat sich von NICHTS aus der Ruhe bringen lassen. Von Susi haben wir zwei neue Spielies bekommen, die natürlich gleich getestet werden mussten und so hat sie sogar im Rummel und Gedränge vor dem Ring ein bißchen Fußarbeit gemacht 🙂

Zum Glück waren die Hündinnen erst gegen Mittag dran und ich hatte noch ein bißchen Zeit zu Schauen, wie man im Ring laufen und wo den Hund aufstellen musste. Spice hat ihre Sache dann auch toll gemacht, war ganz aufmerksam und stand  super. Einzig ein Küßchen für die Richterin ließ sie sich nicht nehmen. 
Gehofft hatte ich ja auf eine vorzügliche Bewertung und als wir sie dann bekamen war ich natürlich total froh! Und obendrein noch der 4.Platz von über 10 Hunden! Spice stand bei der Platzierung neben lauter ‚Plüsch-Border-Barbies‘ (was für ein cooles Wort) und ich war sooooo stolz – natürlich bin ich das auch immer noch! 🙂

Wenn es gut läuft, müssen wir nur noch einmal ran und das wars dann wohl auch schon mit der Ausstellungskarriere. Gibt ja schließlich wichtigeres – finden Spicy und ich zum Glück beide.

Da ich vom Wochenende kein Bild habe, gibts ein anderes schönes Standbild vom Puppy. 

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Etwas erwachsener sieht sie selbstverständlich mittlerweile aus 😉

Für die Richterin hatte sie natürlich nur ausreichend Fell und Knochenstärke, aber anscheinend hat sie durch andere Merkmale bestochen. 
Aber mich darf man da eh nicht fragen, ich bin nicht objektiv und finde sie ohnehin perfekt!

Schön war sie, unsere erste Prüfung!

Der Tag begann nicht so optimal, da ich am Abend vorher erst um halb zwei ins Bett gekommen bin und dann am Morgen so müde war, dass ich gleich mal eine halbe Stunde verschlafen habe…
Voller Panik also los ins Auto und ab auf die Autobahn, im Gepäck eine verpennte Indy und eine glückliche Spice, die sich schon seit dem ‚Rucksack packen‘ am Abend tierisch gefreut hat. Zum Glück hatten wir unsere Abfahrtszeit so großzügig geplant, dass wir trotz verschlafen und schlechten Strassenverhältnissen pünktlich waren.

Wer nicht da war, war der Richter. Da hatte wohl der Zug Verspätung – auf jeden Fall ging die Prüfung erst um 10 Uhr los.

Gruppenübungen:

Ich habe Indy die erste Stunde schon mit in der Halle gehabt und sie ein paar Mal kurz alleine gelassen. Sie kam mir relativ entspannt vor und unsere Gruppe für die Ablageübungen bestand auch aus lauter netten Hunden. Sorge bereitete mir nur, dass die Hallentür schräg gegenüber und ganz am Ende der Hallenseite war. Als wir zurückkamen, saß Indy auch etwas schräger als zuvor und sie hatte wohl auch einmal ein bißchen geschnüffelt und war sehr unruhig. Sie kam mir auch ziemlich gestresst vor, was sich dann in der Platzablage niederschlug.
Ich habe sie schon beim Verlassen der Halle langsam wegschleichen sehen. Sie ging aber wohl nur 2-3 Meter , hat sich dann hingesetzt und die 4 Minuten dort gewartet.

Immerhin schon ein kleiner Fortschritt, das letzte Jahr kam sie immer ganz hinterher gerannt und wollte auf gar keinen Fall alleine bleiben. Vielleicht bekommen wir das doch irgendwann noch in den Griff.

Einzelübungen:

Ich hatte Indy vor den Bleibübungen extra ein wenig angefüttert und dachte, dass würde sich in ihrer Arbeitsmotivation niederschlagen. Sie war aber nach der kurzen Pause wieder ganz frisch und voller Elan.

Beim Angehen in der Fußarbeit hat sie ein wenig gerempelt und gequitscht, aber ich fand das sehr süß. Für so was verschenken wir gern ein paar Punkte 😉 Dem Richter gefiel ihre Arbeit auch sehr gut.

Das 8er Quadrat hat sie leider nicht so schön gezeigt wie im Training. Normal steht sie zwar unruhig, aber mit den Füßen wie angewurzelt. Sie hat das ‚Steh‘ schön angenommen, sich dann aber leider etwas gedreht um mich besser zu sehen, sodass die Position nicht mehr gewertet wurde. Sitz und Platz hat sie flott und sauber angenommen, aber eben unruhig gehalten.

Abrufen mit Zwischenstopps war sehr schön. Ihr Tempo war toll und auf allen Abschnitten gleichmäßig, zum Steh hätte sie einen Tick schneller kommen können. Vor allem war der Abschluss super, was mich sehr gefreut hat. Das haben wir in letzter Zeit viel geübt, da sie sehr unsicher war.

Dann die Box, Indy ist total schön zum Pylon und stand super. Leider ist sie dann nicht ganz gerade weg in die Box gestartet, sondern etwas nach links abgedriftet und am Ende stand sie neben der Box. Sie hat sich dann in die Box korrigiert und blöderweise hab ich sie gleich ins Platz gerufen und ihr Pops war hinten draussen. Mein Fehler 😦

Ebenfalls auf meine Kappe geht der verbockte Richtungsapport. Los gings es  schon damit, dass ich das rechte Apportel gelost hatte, was Indys schlechtere Seite ist.
Beim Auslegen habe ich schon gemerkt, dass Indy einen ziemlichen Drang zu den Hölzern hat und habe daher mein Kommando für den Stehpylon früh und deutlich gegeben. Die brave Indy hat das Kommando SOFORT angenommen und umgesetzt und stand daher recht weit vor dem Pylon. Sie hat sich dann noch einmal selbständig ans Hütchen korrigiert und danach so toll das rechte Apportel geholt, dass ich wirklich gestaunt habe.
Metallapport über die Hürde war ebenfalls ziemlich gut und seit ich das gar nicht mehr übe, macht sie es auch in den Prüfungen wieder 😉

Geruchsunterscheidung und Distanzkontrolle waren nochmal super. Beim Identifizieren war lediglich die Grundstellung etwas schief und bei der Distanzkontrolle hat sie beim ersten Positionswechsel ein zusätzliches Hörzeichen gebraucht und ein ganz kleines bißchen gestemmt gegen Ende der Übung. Trotzdem hat sie alle Positionen flott und sauber eingenommen.

Am Ende war es dann aufgrund der Nullrunden ein ‚Gut‘ und der 4. Platz von 7, womit ich absolut zufrieden bin. Die Prüfung hat sich super angefühlt und es hat richtig Spaß gemacht mit ihr zu laufen.

Ich merke, dass sie langsam zuverlässiger arbeitet und auch nicht mehr so kopflos losstürmt wie letztes Jahr.
Auf jeden Fall freue ich mich auf noch einige schöne Prüfungen in dieser Saison 🙂

Etwas schwermütig ist momentan die Stimmung bei uns in der Arbeit. Heute abend hatten wir das Abschiedessen mit einer Kollegin, die am Donnerstag nach Berlin zieht. Wir waren ein richtig gutes Team und der Abschied liegt jetzt schon eine ganze Weile in der Luft und die Stimmung ist gedrückt. Ich hoffe, wir gewöhnen uns schnell daran, dass sie nicht mehr da ist. Vermissen werden wir sie sicher eine ganze Weile!